Schwimmunterricht in der Grundschule

Ideen, Übungen, Spiele und Schwimmabzeichen

Schwimmunterricht gehört für viele Kinder zu den schönsten Stunden der Schulwoche. Gleichzeitig stellt er Lehrkräfte vor besondere Herausforderungen: Unterschiedliche Schwimmfähigkeiten treffen aufeinander, Sicherheitsregeln müssen zuverlässig eingehalten werden und neben dem eigentlichen Schwimmen sollen auch Wassergewöhnung, Tauchen, Springen und natürlich der Spaß an der Bewegung ihren Platz finden.

Eine gute Vorbereitung und ein abwechslungsreicher Pool an Übungen und Spielen können den Schwimmunterricht deshalb deutlich erleichtern.

Vom ersten Ankommen bis zum sicheren Schwimmen

Gerade in einer Grundschulklasse können die Voraussetzungen sehr unterschiedlich sein. Während einige Kinder bereits sicher mehrere Bahnen schwimmen, haben andere erst wenig Erfahrung im Wasser.

Wichtig ist deshalb, nicht ausschließlich auf Strecke und Schwimmtechnik zu schauen. Wassergewöhnung, Orientierung im Wasser, Tauchen, Gleiten, Springen und das sichere Verhalten im Schwimmbad gehören ebenso dazu.

Das Seepferdchen ist dabei noch kein Nachweis für sicheres Schwimmen. Die DLRG weist ausdrücklich darauf hin, dass erst das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze als Nachweis des sicheren Schwimmens gilt.

Regeln gehören von Anfang an dazu

Bevor es ins Wasser geht, sollten die wichtigsten Schwimmbad- und Sicherheitsregeln gemeinsam besprochen werden.

Wo warten wir auf die Lehrkraft?
Wann dürfen wir ins Wasser?
Warum wird am Beckenrand nicht gerannt?
Wie verhalten wir uns gegenüber anderen Kindern?

Gerade bei jüngeren Schülerinnen und Schülern lohnt es sich, diese Regeln nicht nur einmal zu nennen, sondern regelmäßig kurz aufzugreifen. Übersichtlich gestaltete Regelblätter oder Plakate können dabei unterstützen.

Spielerisch üben – auch im Schwimmunterricht

Nicht jede Schwimmstunde muss ausschließlich aus Bahnenschwimmen bestehen. Spiele bringen Abwechslung in den Unterricht und ermöglichen gleichzeitig viel Bewegung und Übungszeit.

Besonders beliebt sind beispielsweise Tauchspiele, Staffelspiele, Partnerspiele und kleine Mannschaftswettbewerbe. Auch Übungen wie ein Kinderslalom, die Suche nach „versunkenen Schätzen“, Wasser-Volleyball oder unterschiedliche Fangspiele lassen sich mit konkreten Lernzielen verbinden.

So können Kinder ganz nebenbei Ausdauer, Orientierung, Tauchen und sicheres Bewegen im Wasser trainieren.

Natürlich gilt bei allen Spielen: Wassertiefe, Organisationsform und Anforderungen müssen immer zur Schwimmfähigkeit der Kinder und zu den geltenden Sicherheitsvorgaben passen.

Brustschwimmen Schritt für Schritt erarbeiten

Besonders beim Brustschwimmen müssen Kinder mehrere Bewegungsabläufe miteinander koordinieren. Deshalb kann es hilfreich sein, Arm- und Beinbewegung zunächst getrennt zu betrachten.

Bewegungsfolgen können zunächst „an Land“ nachvollzogen und anschließend mit geeigneten Schwimmhilfen im Wasser erprobt werden. Erst wenn die einzelnen Bewegungen sicherer werden, steht zunehmend die Koordination der Gesamtbewegung im Mittelpunkt.

Zwischendurch sorgen Partneraufgaben, Tauchstationen und spielerische Übungen dafür, dass die Schwimmstunde abwechslungsreich bleibt.

Die Schwimmabzeichen als motivierendes Ziel

Für viele Kinder sind Schwimmabzeichen ein ganz besonderes Ziel. Wichtig ist allerdings, mit den aktuellen Prüfungsanforderungen zu arbeiten.

Für das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze werden beispielsweise inzwischen unter anderem ein Kopfsprung und anschließend mindestens 200 Meter Schwimmen innerhalb von 15 Minuten verlangt. Dabei müssen unterschiedliche Körperlagen gezeigt werden. Hinzu kommen Tieftauchen, Paketsprung und die Kenntnis der Baderegeln. Auch die Anforderungen für Silber und Gold unterscheiden sich deutlich von älteren Prüfungsbedingungen.

Deshalb habe ich bei der Überarbeitung meines älteren Schwimmmaterials auch die Abzeichenplakate aktualisiert.

Mein Materialpaket für den Schwimmunterricht

Aus meinem bisherigen Material ist so ein umfangreiches, modernisiertes Paket für den Schwimmunterricht entstanden.

Enthalten sind unter anderem Elterninformationen, Schwimm- und Baderegeln, aktualisierte Übersichten zu Seepferdchen sowie Bronze, Silber und Gold, Übungen zum Brustschwimmen, Trainingsideen, Tauch- und Partnerstationen und eine Spielekartei mit abwechslungsreichen Schwimmspielen.

Die Materialien können je nach Lerngruppe flexibel kombiniert werden – vom Einstieg in eine Schwimmeinheit über einzelne Trainingsstunden bis hin zur Vorbereitung auf ein Schwimmabzeichen.

Denn guter Schwimmunterricht soll Sicherheit vermitteln, Schwimmfähigkeit entwickeln und gleichzeitig eines nicht verlieren: die Freude der Kinder an der Bewegung im Wasser. 🏊‍♀️💦

Hier zum Material bei Eduki Lehrerflow: SCHWIMMUNTERRICHT

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